Gottesdienst-Preis 2012 »Gottesdienst mit Demenzkranken«
Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung schreibt unter dem Thema »Gottesdienst mit Demenzkranken« den Gottesdienstpreis 2012 aus. Gemeinden und Einrichtungen aus den Kirchen der ack sind eingeladen, bis zum 28. Februar 2012 Gottesdienste einzureichen, die mit Blick auf Demenzkranke, ihre Angehörigen und ihr Umfeld gestaltet und gefeiert wurden.
Kriterien für die Vergabe des Preises:
- Theologische und ästhetische Qualität;
- Verwendung von Leichter Sprache und unterstützender Kommunikation;
- Elementarisierung;
- Umgang mit Gesten, Symbolen und Zeichen;
- Berücksichtigung der Sinnesorgane;
- Impulse zur Aktivierung von Erinnerungen;
- Beteiligung der Gemeinde.
Die Gottesdienste sind in schriftlicher Form und als digitale Datei (höchstens 20 Seiten) zu dokumentieren. Die Darstellung sollte einen Ablaufplan und alle gottesdienstlichen Texte enthalten. Darüber hinaus sind konzeptionelle Überlegungen (höchstens 5 Seiten) einzureichen. Öffentliche Resonanzen (Zeitungsberichte, Fotos u. ä.) können hinzugefügt werden. Auch ein Video-Ausschnitt (höchstens 5 Minuten) aus der Eingangsphase des Gottesdienstes kann mit eingesandt werden.
Die Entscheidung der Jury ist unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Einreichung wird einer möglichen Veröffentlichung unter www.gottesdienst-stiftung.de zugestimmt. Der Preis ist mit € 2500 dotiert.
Den Ausschreibungstext können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen. Nachfragen und Einsendungen bitte an die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes [Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung], Baunsbergstraße 62, 34131 Kassel oder info@gottesdienst-stiftung.de
Der Jury gehören u. a. an:
- Geertje-Froken Bolle, Pfarrerin in Klinik- und Altenheimseelsorge, Berlin
- Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Ausbildungsreferent der Ev. Landeskirche in Baden, Karlsruhe
- Heidrun Dörken, Medienbeauftragte der Ev. Kirche in Hessen und Nassau, Frankfurt am Main
- Dr. Folkert Fendler, Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst, Hildesheim
- Dr. Lutz Friedrichs, Referent für Gottesdienst, Kassel
- Anne Gidion, gottesdienst institut nordelbien, Hamburg
- Dr. Stephan Goldschmidt, Vorsitzender der Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes und Gottesdienstreferent der EKD, Hannover
- Dr. Reinhard Höppner, Ministerpräsident a. D. von Sachsen-Anhalt, Magdeburg
- Prof. Dr. Benedikt Kranemann, Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft, Erfurt
- Dr. Andreas Leipold, Gefängnisseelsorger, Bad Hersfeld
- Prof. Dr. Hans-Martin Lübking, Pädagogisches Institut der Ev. Kirche von Westfalen, Schwerte
- Jörg Persch, Verlagsbereichsleiter, Göttingen
- Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau, Lehrstuhl für Praktische Theologie, Marburg
- Burkhard Weitz, Redakteur bei »Chrismon«, Frankfurt am Main
Den Ausschreibungstext können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen. Nachfragen und Einsendungen bitte an die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes [Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung], Baunsbergstraße 62, 34131 Kassel oder info@gottesdienst-stiftung.de
Gottesdienst-Preis 2013 »Ein Gottesdienstkonzept für die Region«
Jeden Sonntag das gleiche Programm? – Die Gewohnheiten der Menschen am
Wochenende
haben sich verändert. Die Landschaft der Gottesdienste wird vielfältiger.
Aber die einzelne Gemeinde bleibt in ihrem Angebot begrenzt. Gemeinsame
konzeptionelle Überlegungen in der Region erweitern den Horizont und die Möglichkeiten.
Stil, Zeit und Gestaltungsformen der Gottesdienste vor Ort werden aufeinander
abgestimmt. Das Kirchenjahr und die Ereignisse des örtlichen und öffentlichen
Lebens finden Berücksichtigung. Die Feiernden können auswählen, was ihnen entgegenkommt.
Mit den vorhandenen Ressourcen wird nachhaltig umgegangen.
Der Gottesdienstpreis will konzeptionelle Überlegungen zum Gottesdienst
in der Region anregen. Darum wird schon jetzt – im Jahr 2010 – der Preis für das Jahr
2013 ausgeschrieben. Er wird dann verliehen für ein Gottesdienstkonzept, das:
- mehrere Gemeinden oder Einrichtungen gemeinsam entwickelt haben;
- auf einer sorgfältigen Analyse der Situation vor Ort beruht;
- ein theologisch durchdachtes Ensemble von Gottesdiensten in der Region und im Kirchenjahr darstellt;
- unterschiedliche Milieus und zeitliche Bedürfnisse berücksichtigt;
- zu den vorhandenen Räumen passt;
- mit den Grenzen der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden phantasievoll und realitätsgerecht umgeht.
Folgende Unterlagen, die zusammen nicht mehr als 15 Seiten umfassen sollen,
können bis zum 31. Januar 2013 eingereicht werden:
- eine Beschreibung und Analyse der Region im Blick auf das gottesdienstliche Leben;
- eine Beschreibung und Analyse der vorhandenen Ressourcen zur Gestaltung des Gottesdienstes;
- eine begründete Konzeption für die Gottesdienste in der Region im Verlauf des Kirchenjahres;
- Überlegungen zur Umsetzung und zur begleitenden Öffentlichkeitsarbeit sowie
- eventuell ein Bericht und eine erste Analyse über Erfahrungen mit dem Konzept.
Der Preis ist mit 2500 € dotiert. Die Entscheidung der Jury ist unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Einreichung wird einer möglichen Veröffentlichung unter www.gottesdienst-stiftung.de zugestimmt.
Den Ausschreibungstext können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen. Nachfragen und Einsendungen bitte an die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes [Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung], Baunsbergstraße 62, 34131 Kassel oder info@gottesdienst-stiftung.de
Archiv der Ausschreibungen
Gottesdienst-Preis 2011 »Taufgottesdienst«
Gemeinden und Einrichtungen aus den Kirchen der ack sind eingeladen,
bis zum 28. Februar 2011 Taufgottesdienste oder Tauferinnerungsgottesdienste einzureichen, die Bedeutung und Gestalt der Taufe ansprechend darstellen,
die Menschen zur Taufe einladen, die die beteiligten Familien im Blick haben
und die kirchliche bzw. gemeindliche Bindung gestalten.
Kriterien für die Vergabe des Preises sind neben der theologischen, ästhetischen
und sprachlichen Qualität die Gestaltung der Taufhandlung, die Aufmerksamkeit
für die nonverbalen Zeichen, insbesondere der Umgang mit dem Element Wasser,
die Beteiligung der Angehörigen und der Gemeinde.
Die Gottesdienste sind in schriftlicher Form (in zweifacher Ausfertigung, als Datei
und als Ausdruck von höchstens 20 Seiten) zu dokumentieren. Die Darstellung sollte
einen Ablaufplan, einen Grundriss des gottesdienstlichen Ortes mit Bewegungsskizze
und alle gottesdienstlichen Texte enthalten. Darüber hinaus sind konzeptionelle Überlegungen (höchstens 5 Seiten) einzureichen. Öffentliche Resonanzen (Zeitungsberichte,
Fotos u. ä.) können hinzugefügt werden. Auch ein Video-Ausschnitt
(höchstens 5 Minuten) aus der Eingangsphase des Gottesdienstes kann eingesandt
werden.
Der Preis ist mit 2500 € dotiert. Die Entscheidung der Jury ist unanfechtbar.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Einreichung wird einer möglichen
Veröffentlichung unter www.gottesdienst-stiftung.de zugestimmt.
Den Ausschreibungstext können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen. Nachfragen und Einsendungen bitte an die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes [Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung], Baunsbergstraße 62, 34131 Kassel oder info@gottesdienst-stiftung.de
Gottesdienst-Sonderpreis 2010 »Neue Passionslieder«
Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck haben für das Jahr 2010 unter dem Thema »Neue Passionslieder« einen zweigeteilten Gottesdienst-Sonderpreis für Text und Melodie zeitgenössischer Passionslieder ausgeschrieben.
Ziel der Ausschreibung war es, den Gemeindegesang während der Passionszeit zu bereichern. Die eingereichten Passionslieder sollten dafür den Gemeinden in der Passionszeit 2011 zugänglich gemacht werden. Gesucht wurden Lieder oder Texte, die für den Gemeindegesang während der Passionszeit geeignet sind und die die Themen und Texte insbesondere der Passionssonntage zwischen Invokavit und Palmsonntag aufgreifen. Die Dichter und / oder Komponisten stimmten mit der Einreichung ihrer Texte oder Melodien dem beschriebenen Verfahren und einer Veröffentlichung zu.
Bis zum 28. März 2010 konnten zunächst Liedtexte eingereicht werden. Sie konnten, mussten aber nicht, mit einer Melodie versehen sein oder sich auf eine bekannte Lied-Melodie singen lassen. Eine Textauswahl aus den Einsendungen durch die Jury ist hier abrufbar.
Danach wurden in einer zweiten Ausschreibung die Melodien zu diesen Passionstexten gesucht, die bis zum 15. August eingereicht werden konnten. Zugelassen waren Texte und Lieder, die noch nicht veröffentlicht wurden. Der Text der zweiten Ausschreibung ist hier abrufbar.
Der 1. Preis für Text und Melodie war mit jeweils 2000 € dotiert, weitere Preise wurden vergeben. Die Jury entschied frei über die Aufteilung der Preisgelder im Wert von insgesamt 7000 €. Für die Vergabe des Preises waren folgende Kriterien leitend:
- ein theologisch verantworteter Umgang mit dem Thema Passion;
- die Berücksichtigung der besonderen Themen und Texte zumindest eines der Passionssonntage zwischen Invokavit und Palmsonntag;
- sprachliche und musikalische Qualität;
- besondere Eignung für den Gemeindegesang;
- Wort-Ton-Verhältnis;
- Begleitbarkeit.
Die Passionslieder oder -texte waren in schriftlicher Form einzureichen. Hinzugefügt werden sollte eine unterschriebene Bescheinigung über die persönliche Urheberschaft der eingereichten Texte und Melodien. Ein Vordruck und die Information über weitere Rechtsgrundlagen zum Wettbewerb waren im Internet oder postalisch erhältlich. Die Entscheidung der Jury ist unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Den Ausschreibungstext können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen. Nachfragen biitte an die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes [Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung], Baunsbergstraße 62, 34131 Kassel oder info@gottesdienst-stiftung.de
2010 / Gottesdienst für Konfirmandinnen und Konfirmanden
Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes (Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung) schrieb unter dem Thema »Gottesdienst für Konfirmandinnen und Konfirmanden« den Gottesdienstpreis 2010 aus.
Gemeinden und Einrichtungen aus den Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen waren eingeladen, bis zum 31. Januar 2010 Gottesdienste einzureichen:
- die mit Konfirmandinnen und Konfirmanden oder vergleichbaren Lerngruppen gefeiert wurden (beispielsweise im Rahmen des Firmunterrichts);
- die – möglicherweise – gemeinsam mit Jugendlichen vorbereitet wurden;
- die sowohl die Jugendlichen wie Eltern und die Gottesdienstgemeinde im Blick haben und die im Jahre 2009 oder 2010 gefeiert wurden.
Konfirmationsgottesdienste wurden nicht in die Auswahl aufgenommen.
Der Preis war mit 2.500 € dotiert.
Kriterien für die Vergabe des Preises waren:
- eine Jugendliche wie Erwachsene überzeugende,
- inhaltlich-theologische, sprachliche, musikalische und räumliche Gestaltung,
- die auch das Körperliche und die Bewegung berücksichtigt, sowie:
- die theologische, ästhetische und sprachliche Qualität.
Einzelheiten zur Form der Einsendung entnehmen Sie bitte dem ausführlichen Ausschreibungstext, den Sie hier herunterladen können. Für weitergehende Fragen stehen wir Ihnen unter info@gottesdienst-stiftung.de zur Verfügung.
2009 / Gottesdienst auf dem Markt
Unter diesem Thema schrieb die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes – Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung – einen Gottesdienstpreis aus. Gemeinden und Einrichtungen aus den Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen waren eingeladen, bis zum 31. Januar 2009 Gottesdienste einzureichen:
- die nicht in einer Kirche, sondern im öffentlichen Raum gefeiert wurden;
- die in Kooperation mit Partnern des öffentlichen Lebens vorbereitet und gestaltet wurden;
- die gesellschaftlich relevante Themen aufgegriffen haben.
Kriterien für die Vergabe des Preises waren:
- Relevanz für den öffentlichen Diskurs;
- Beteiligung der Partner des öffentlichen Lebens;
- Verknüpfung von geistlichen Fragen und gesellschaftlichen Themen;
- angemessene Berücksichtigung der Situation und der Zielgruppen;
- theologische, ästhetische und sprachliche Qualität;
- Stimmigkeit der liturgischen Gestaltung.
Die Gottesdienste waren in schriftlicher Form zu dokumentieren. Die Darstellung sollte einen Ablaufplan und alle gottesdienstlichen Texte enthalten. Darüber hinaus waren konzeptionelle Überlegungen (höchstens 5 Seiten) einzureichen. Öffentliche Resonanzen (Zeitungsberichte, Fotos u.?ä.) konnten hinzugefügt werden. Auch ein Video-Ausschnitt (höchstens 5 Minuten) aus der Eingangsphase des Gottesdienstes konnte mit eingesandt werden.
Der Preis war mit 2500 Euro dotiert. Die Preisverleihung fand am 25. September 2009 in Kassel statt.
Gottesdienstpreis 2011 für die Bruderhaus-Diakonie in Reutlingen - eine Tauferinnerungsfeier mit behinderten Menschen wird ausgezeichnet
Du bist Gottes geliebter Sohn – Gottes geliebte Tochter, lautet der Titel des Gottesdienstes, den Pfarrerin Cornelia Eberle am 4. Juli 2010 im Festsaal der Behindertenhilfe Reutlingen mit geistig und körperlich Behinderten feierte. Ihn zeichnet die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes in diesem Jahr mit einem auf € 2 500 dotierten Preis aus.
Der Jury lagen Wortlaut des Reutlinger Gottesdienstes und Erläuterungen hierzu vor. Beeindruckt war sie vor allem von der Sprache und der inhaltlichen Dichte. »Pfarrerin Cornelia Eberles Worte sind einfach und poetisch, die Liturgie gestaltet sie liebevoll, vom Glauben spricht sie elementar und selbstverständlich. Und gleichzeitig gelingt es ihr, existentielle Glaubensfragen zu vermitteln. Mancher Familiengottesdienst-Macher könnte hier viel lernen«, so begründeten die Jurymitglieder ihre Wahl.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand ein Ritual, das die Teilnehmenden an ihre Taufe erinnern sollte. Während die Kirchgänger die Botschaft hörten, sie seien Gottes geliebtes Kinder, träufelte die Pfarrerin Wasser über ihre Hände. Pfarrerin Cornelia Eberle beschrieb die Szene später so: Ein Mann mit geistiger Behinderung schaut aufmerksam auf die Schale mit Wasser, die vor ihm steht. Er taucht seine Hände hinein, bewegt sie vorsichtig, spürt das Wasser. Er hört, wie die Pfarrerin ihm zuspricht: »Du bist Gottes geliebter Sohn. Gott freut sich an dir!« Er schaut auf und strahlt.
Der Mann, der neben ihm steht, ist nicht behindert. Er gehört zum Chor, der heute den Gottesdienst mitgestaltet. Bewegt hat er beobachtet und zugehört. Jetzt streckt er selbst seine Hand aus und bekommt von der Pfarrerin Wasser darüber geträufelt als symbolische Erinnerung an seine Taufe. Dazu dieselben Worte: »Du bist Gottes geliebter Sohn. Gott freut sich an dir!«
Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes (Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung) vergibt im Jahr 2011 den Gottesdienstpreis zum dritten Mal.
In diesem Jahr war der Preis für innovative Tauf- oder Tauferinnerungsgottesdienste ausgelobt, die die Bedeutung der Taufe in ansprechender Weise verdeutlichen. Kriterien waren neben der theologischen, ästhetischen und sprachlichen Qualität die Aufmerksamkeit für nonverbale Zeichen. Insbesondere darauf, wie im Gottesdienst das Symbol des Wassers zur Geltung kam, achtete die Jury.
Download
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Laudatio zur Preisverleihung
Hier können sie die Laudatio zur Preisverleihung am 22. November 2011 von Pfarrerin Heidrun Dörken, Frankfurt/ Main, im Wortlaut nachlesen. [PDF-Dokument]
Gottesdienstsonderpreis 2010
»Neue Passionslieder«
Preisverleihung des Gottesdienstsonderpreises 2010 in Schlüchtern
Die Preisträger Hans-Stephan Simon, Dieter Kroeker, Martina Pohl,
Ilone Schmitz-Jeromin, Gertrud-Marianne Schendel, Dr. Hans Joachim Wensing,
Christiane Schmidt, Hans-Werner Kube, eingerahmt von LKMD Uwe Maibaum,
Oberkirchenrat Dr. Stephan Goldschmidt (links) und Bischof Prof. Dr. Martin Hein
(rechts).(Foto: Fredy F. Henning)
Der in Kooperation mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes ausgelobte Passionsliederwettbewerb ist abgeschlossen.
Es wurden insgesamt acht Lieder ausgezeichnet. Die Preise wurden am 24. Oktober während der 40-Jahr-Feier der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte Schlüchtern verliehen.
Für den ersten Platz wurden die beiden Lieder „In einer fernen Zeit“ (Text: Otmar Schulz, Melodie: Andreas Brunion) und „Manches Holz“ (Text: Ilona Schmitz-Jeromin, Melodie: Martina Pohl) ausgezeichnet. Sie entsprechen den Zielen der Ausschreibung in besonderer Weise. Insbesondere für den Gemeindegesang erscheinen sie sehr geeignet. Aber auch die textlichen und musikalischen Qualitäten überzeugen.
„In einer fernen Zeit“ (als PDF-Dokument)
„Manches Holz“ (als PDF-Dokument)
Der zweiten Platz ging an die drei Lieder „Maranatha“ (Text: Hartmut Handt, Melodie: Christoph Georgii), „In einer fernen Zeit“ (Text: Otmar Schulz, Melodie: Dieter Kroeker) und „Es gibt Leben“ (Text: Hans-Werner Kube, Melodie: Simon Langenbach). Alle drei Lieder repräsentieren unterschiedliche musikalische Genres und machen damit die Vielfalt des zeitgenössischen Gemeindegesanges deutlich.
„Maranatha“ (als PDF-Dokument)
„In einer fernen Zeit“ (als PDF-Dokument)
„Es gibt Leben“ (als PDF-Dokument)
Der dritte Platz wurde ebenfalls aufgeteilt auf die Lieder „Manches Holz“ (Text: Ilona Schmitz-Jeromin, Melodie: Dr. Hans Joachim Wensing), „Jetzt ist es schwer“ (Text: Gertrud-Marianne Schendel, Melodie: Christiane Schmidt) und „Kostbar war der Moment“ (Text: Ilona Schmitz-Jeromin, Melodie: Hans-Stephan Simon).
„Manches Holz“ (als PDF-Dokument)
„Jetzt ist es schwer“ (als PDF-Dokument)
„Kostbar war der Moment“ (als PDF-Dokument)
Gottesdienstpreis 2010
Ein Gottesdienst bewegt die Stadt
Der Gottesdienstpreis 2010 geht an Konfirmandengruppe aus Detmold-Berlebeck
Der Gottesdienstpreis 2010 geht an die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Detmold-Berlebeck. Der Preis ist in Deutschland einmalig. Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes / Karl Bernhard Ritter Stiftung mit Sitz in Kassel verleiht ihn 2010 zum zweiten Mal. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert und soll dazu beitragen, dass innovative Gottesdienste einer breiten Öffentlichkeit bekannt werden. 30 Gemeinden hatten ihre Gottesdienste eingereicht. Literarische Vorlagen insbesondere aus der Jugendliteratur bildeten die Grundlage der herausragenden Gottesdienstentwürfe, urteilte die Jury. Die Vorlagen bieten eine Sprache, die Jugendliche auf qualitativ hohem Niveau anspricht.
Mehr als 20 Konfirmandinnen und Konfirmanden haben zusammen mit ihrer Pfarrerin Iris Opitz-Hollburg am 24. Januar 2010 mit ihrem Gottesdienst zum Thema „Erinnern und Gedenken“ gegenüber dem Rechtsradikalismus Stellung bezogen. Die Extremisten hatten 2007 ein Jugendlager bei Detmold ausgerichtet und versucht, andere Jugendliche für ihre Ansichten zu werben. Einer der Rechtsextremisten der inzwischen verbotenen HDJ (Heimattreue Deutsche Jugend) wohnt in Berlebeck. Der Gottesdienst war Teil einer längeren Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus, an dem Detmolder Schulen, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, die Stadt, die ortsansässigen Vereine und die Kirchengemeinde beteiligt waren. „Der Gottesdienst war keine Nischenveranstaltung, sondern wurde zu einer zentralen Veranstaltung des Ortsteils. Es kamen Menschen aus ganz Detmold, und es war voll wie Heiligabend“, fasste die Jury die Begründung ihrer Entscheidung zusammen.
Wenige Tage vor dem 65. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz gestalteten die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihrer Pfarrerin einen bewegenden Gottesdienst. Im Zentrum standen Spielszenen der Jugendlichen, die aus ihrer Beschäftigung mit dem Buch und dem Film „Der Junge mit dem gestreiften Pyjama“ von John Bojne erwuchsen. Dieses Jugendbuch erzählt die fiktive Geschichte der Freundschaft zwischen einem jüdischen Jungen und dem gleichaltrigen Sohn des Lagerkommandanten am Zaun von Auschwitz.
Der Gottesdienst wurde zu einem besonderen Ort der Auseinandersetzung mit der eigenen Verantwortung vor Gott und führte Menschen aus der ganzen Stadt zusammen. Es waren Lehrerinnen und Lehrer der Schule gekommen, Vertreter und Vertreterinnen der Stadt Detmold, Besucher aus den Nachbargemeinden, die von dem Gottesdienst und einer dazugehörigen Ausstellung in der Zeitung gelesen hatten.
Ergriffen vom Gottesdienst begannen die Angehörigen der verschiedenen Generationen intensive, zum Teil sehr persönliche Gespräche. Sie fragten: „Welche Verantwortung hatten wir damals? Wie hätten wir uns damals verhalten? Und wie verhalten wir uns heute?“
Den Siegergottesdienst zum Thema „Erinnern und Gedenken“ können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen und finden ihn demnächst in unserer Gottesdienstdatenbank.
Gottesdienstpreis 2009
Der beste Gottesdienst 2009 ist "kinderleicht"
KASSEL. Die Gottesdienst-Stiftung in Kassel verleiht den ersten Gottesdienstpreis in Deutschland an den Stadtökumenekreis Leipzig für den Gottesdienst "kinderleicht". Pfarrerin Angelika Biskupski hielt die Predigt und nahm den mit 2500 Euro dotierten Preis am 25. September 2009 in Kassel während der Zukunftswerkstatt der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) am "Abend ausgezeichneter Ideen" entgegen. Laudator war Dr. Reinhard Höppner, ehemaliger Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt.
Unter dem Motto "Kirche auf dem Markt" feierten 2000 Menschen aus allen Generationen am 8. Juni 2008 den Familiengottesdienst zum Stadtfest im Nikolaikirchhof zu Leipzig. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Leben von Kindern in der Stadt. Leipzig war 2008 Partnerstadt der Unicef. Die Kinder, aber auch Jugendliche waren im Gottesdienst nicht Kulisse, sondern Beteiligte. Sie gestalteten den Gottesdienst durch Schauspiel, Gesang und Gebete mit. Eine Schule hatte sogar eigens das Lied "kinderleicht" für den Gottesdienst geschrieben. Am Sinnbild der Waage wurde deutlich, dass nicht alles zu messen ist, was einen Menschen ausmacht: Wie viel wiegt ein gutes Wort? Wie teuer ist ein guter Freund? Wie tief kann eine Lüge verletzen? Auf der Waage sind die Kinder leichter als die Erwachsenen und damit dem Himmel näher.
Im Namen der Jury würdigte Professor Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Direktor des Predigerseminars Hofgeismar, es sei gelungen, einerseits einen klassischen Gottesdienst im ökumenischen Geist zu feiern, und andererseits eine offene und zeitgemäße Form zu finden, auch jene Menschen anzusprechen, die nicht jeden Sonntag zur Kirche gehen.
Gebete, Fürbitten, Lieder, die Predigt und das Agapemahl, das Teilen des Brotes, ohne den Anspruch zu erheben, gemeinsam Abendmahl oder Eucharistie zu feiern, waren Elemente des klassischen Gottesdienstes, in die freie Inszenierungen eingewoben waren. Es spielte der Posaunenchor, aber auch das David-Timm-Jazzquartett.
Der Gottesdienst wurde nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern mit der Öffentlichkeit gefeiert. Zahlreiche Gemeinden, verschiedene Kinderinitiativen, eine Schule, die Stadt und der Flüchtlingsrat bereiteten "kinderleicht" vor. Als beispielhaft würdigte die Jury, dass es gelang, das Publikum im Gottesdienst zu einer Gemeinde und einer Gemeinschaft werden zu lassen.
Den Gottesdienst finden Sie in unserem Gottesdienst-Archiv:
»kinderleicht« - ökumenischer Straßengottesdienst zum
Stadtfest in Leipzig,
am 8. Juni 2008 auf dem Nikolaikirchhof.
Veranstalter waren der Ev.-Lutherischer Kirchenbezirk Leipzig in
Zusammenarbeit mit dem Stadtökumenekreis.
Laudatio zur Preisverleihung
Hier können sie die Laudatio zur Preisverleihung am 25. September 2009 von Dr. Reinhard Höppner im Wortlaut nachlesen [PDF-Dokument]
Fotos vom Abend ausgezeichneter Ideen
Impressionen von der Preisverleihung am "Abend ausgezeichneter Ideen" während der EKD-Zukunftswerkstatt 2009 in Kassel finden Sie unter:
http://kirche-im-aufbruch.ekd.de/zukunftswerkstatt/foto/12315.html (Foto)
http://kirche-im-aufbruch.ekd.de/zukunftswerkstatt/filme/12388.html (Video)
Jury 2011
Der Jury für den Gottesdienstpreis 2011 gehörten an:
Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh
Ausbildungsreferent der Ev. Landeskirche in Baden, Karlsruhe
Heidrun Dörken
Medienbeauftragte der Ev. Kirche in Hessen und Nassau, Frankfurt am Main
Dr. Folkert Fendler
Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst, Hildesheim
Dr. Lutz Friedrichs
Referent für Gottesdienst, Kassel
OKR Dr. Stephan Goldschmidt
Vorsitzender der Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes, Gottesdienstreferent der EKD, Hannover
Dr. Reinhard Höppner
Ministerpräsident a. D. von Sachsen-Anhalt, Magdeburg
Prof. Dr. Benedikt Kranemann
Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft, Erfurt
Dr. Andreas Leipold
Gefängnisseelsorger, Bad Hersfeld
Prof. Dr. Hans-Martin Lübking
Pädagogisches Institut der Ev. Kirche von Westfalen, Schwerte
Jörg Persch
Verlagsbereichsleiter, Göttingen
Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau
Lehrstuhl für Praktische Theologie, Marburg
Burkhard Weitz
Redakteur bei »Chrismon«, Frankfurt am Main
Jury 2010
Der Jury für den Gottesdienstsonderpreis 2010 gehörten an:
Ursula Benzing
Ltd. Musikdramaturgin am Staatstheater KasselProf. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh
Ev. Landeskirche in Baden, KarlsruhePfr. PD Dr. Lutz Friedrichs
Arbeitsstelle Gottesdienst, HofgeismarKMD Gunther Martin Göttsche
Kirchenmusikalische Fortbildungssätte SchlüchternOKR Dr. Stephan Goldschmidt
Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes, KasselPeter Hamburger
Kantor für Popularmusik, KasselPropst Reinhold Kalden
Liturgische Kammer der EKKW, KasselKMD Jan Knobbe
Bezirkskantor, Bad ArolsenProf. Dr. Benedikt Kranemann
Universität ErfurtPfr. Ulrike Laakmann
Predigerseminar HofgeismarPfr. Dr. Andreas Leipold
Gefängnisseelsorger, Bad HersfeldLKMD Uwe Maibaum
Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck, MarburgEckhard Manz
Kantor an St. Martin, KasselJörg Persch
Verlagsbereichsleiter, GöttingenOLKR Dr. Eberhard Stock
Theologische Kammer der EKKW, KasselKMD Wolfgang Teichmann
Michaeliskloster HildesheimProf. Dr. Ulrike Wagner-Rau
Universität Marburg
Der Jury für den Gottesdienstpreis 2010 gehörten an:
Dr. Petra Bahr
Kulturbeauftragte der EKDProf. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh
Ausbildungsreferent der Evangelischen Landeskirche in Baden, KarlsruheDr. Lutz Friedrichs
Arbeitsstelle Gottesdienst, HofgeismarProf. Dr. Erich Geldbach
Lehrstuhl für Ökumene und Konfessionskunde, BochumOKR Dr. Stephan Goldschmidt
Stiftung zur Förderung des GottesdienstesDr. Reinhard Höppner
ehem. Ministerpräsident von Sachsen-AnhaltProf. Dr. Benedikt Kranemann
Universität ErfurtJörg Persch
Verlagsbereichsleiter, GöttingenProf. Dr. Ulrike Wagner-Rau
Lehrstuhl für Praktische Theologie, Marburg
Jury 2009
Der Jury für den Gottesdienstpreis 2009 gehörten an:
Dr. Petra Bahr
Kulturbeauftragte der EKD, BerlinUrsula Benzing
Leitende Musikdramaturgin, Staatstheater KasselProf. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh
Predigerseminardirektor, HofgeismarHeidrun Dörken
Medienbeauftragte der EKHN, FrankfurtDr. Lutz Friedrichs
Leiter der Gemeinsamen Arbeitsstelle für gottesdienstliche Fragen der EKD, HannoverProf. em. Dr. Erich Geldbach
Lehrstuhl für Ökumene und Konfessionskunde an der Universität Bochum, MarburgDr. Stephan Goldschmidt
Vorsitzender der Gottesdienst-Stiftung, KasselDr. Reinhard Höppner
Ministerpräsident a.D., MagdeburgProf. Dr. Benedikt Kranemann
Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät, ErfurtDr. Andreas Leipold
Pfarrer, Bad HersfeldJörg Persch
Leiter des theologischen Lektorates von Vandenhoeck & Ruprecht, GöttingenProf. Dr. Ulrike Wagner-Rau
Lehrstuhl für Praktische Theologie, Marburg


